Arche des Geschmacks "Essen, was man retten will!"
Lerchenzungen - so kann Grünkohl schmecken
Normalerweise kauft man Grünkohl tiefgekühlt, inder Dose oder abgestruppt im Plastikbeutel. Wer will da nach der Sorte fragen? Aber es gibt alte Leute, den leuchten die Augen, wenn von "Lerchenzungen" die Rede ist. Anders als die Rossinischen Drosselzungen sind dies keine wirklichen Vogelzungen; es ist eine Grünkohlsorte, deren Pflanzen deutlich niedriger sind als die der heute marktgängigen Sorten und auch die Blätter sind schmaler und kürzer. Aber dafür haben sie einen besonders feinen, pikanten Geschmack, der für die größere Arbeit mehr als entschädigt. Da es in der gewerblichen Grünkohlverarbeitung aber eben auf Masse und Schnelligkeit ankommt, muss man die Lerchenzungen bei besonmders guten Grünhändlern nachfragen, die sie in der Regel auch gesondert beschaffen müssen, aber es gibt ihn noch. Und wer einen Garten hat, bekommt das Saatgut und kann so seine Versorgung sichern. Die Lerchenzungen gehören zu den Gemüsen mit der besonderen Auszeichnung "Hamburger Markt", die einst den Sorten mit besonders hoher Qualität vorbehalten war.
Bezugsquelle: Helmut Buhr, oben bereits mehrfach genannt, beschafft ihn aus den Vierlanden oder aus Bardowieck.







